Eine Hommage an Amely von Filseck

01.02.2009

           

 

       

in französischer Sprache

 

     

Sie war schon ein außergewöhnlicher Hund : die Amely von Filseck . Geworfen am 13. April 1985, mussten wir sie am 2. Januar 1999 nach einem schweren Nierenleiden leider erlösen. Zu allen Menschen freundlich und familiär, war sie bekannt wie ein "bunter" Hund und allseits beliebt. Ihre Nervenstärke war erstaunlich.

Gewitter und Feuerwerk, da war sie dabei, das musste sie unbedingt anschauen.

 

 

Eine Leidenschaft galt ganz besonders dem Wasser und der damit verbundenen Gefahren. So passte sie zu ihrem Herrle, der zu dieser Zeit noch aktiver DLRG-Häuptling in Winnenden war. Ob im See, im stürmischen Atlantik, keine Welle war ihr zu gefährlich. Da musste sie durch und das Opfer retten. Wehe wer am Strand die Hände in die Höhe streckte , dasjenige musste aus dem Wasser raus.

 

 

Die Begeisterung der vermeintlichen Opfer hielt sich ab und zu in Grenzen. Nur, verletzt hat sie "ihre" Opfer kein einziges Mal. Dabei hatte sie eine Feinmotorik im Fang, die es ihr erlaubte die ungeschützte Hand zu fassen. In Neufundländerkreisen ist dies nicht unbedingt üblich. So erhielt sie 1994 von den englischen Neufundländerfreunden* den "SASSI-Award" mit den Worten :

"A very special Newfoundland, who has shown true Newfoundland-courage". 

Ihrem grenzenloses Vertrauen zu ihrem Herrle zuliebe tauchte sie auch unter umgekippte Boote, um nach Verunglückten zu suchen. Und wenn sich Herrle auch nur in die Nähe dieses verdammten roten Schlauchbootes begab wurde er vorsorglich Richtung Auto geschleppt.

Auch auf den diversen jährlichen Treffen der Neufundländerfreunde in der Schweiz, in der Nähe von Paris und in Winterbach ( bei Stuttgart ) machte sie eine gute Figur. 

Jetzt ist er mir wieder mit dem Boot umgekippt. Er hört einfach nicht auf mich, ich kann ihn einfach nicht aus den Augen lassen.

 

Was haben sich Jörg und Herrle da wieder ausgedacht. Vorsicht scheint mir da angebracht zu sein. Im Mai 86, gerade 1 Jahr alt, bleibt ihr nichts erspart.

Der englische Maler Landseer besaß einen schwarz-weissen Neufundländer namens Boatswain, den er in vielen Bildern verewigt hat.

Als sein Hund starb verfasste er folgende Inschrift auf dessen Grabstein :

Hier Liegen die Überreste von Jemanden,
der die Schönheit nicht aber die Eitelkeit besaß.
Die Kraft nicht aber Frechheit,
Die Tapferkeit nicht aber Wildheit
Und alle Tugenden des Menschen ohne seine Laster.

 

Dieses Lob könnte eine Schmeichelei sein,
wenn es einem Menschen gewidmet wäre,
Es ist jedoch nur eine Huldigung an die Erinnerung von Boatswain,
einem Hund der im Mai 1803 in Neufundland geboren und
am 18.November 1808 in der Abtei von Newstead verstorben ist.

 

 

Links :

Deutscher Neufundländer - Klub ( D.N.K.)

 

Allg. Deutscher Neufundl. Klub ( ADNK )

 

Verein von Neufundländer Freunden ( VND )

Frankreich :

Terre Neuve Sportive TNS

Schweiz :

Schweizerischer Neufundl.Club 

England :

Northern Newfoundland Club
   
               
 
 

( C ) Peter Rieger , Ausgabe : C - 01.02.09.

 
 
 

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