Hondlesgschichta - erzählt aus Amely's Sicht

01.02.2009

               

Wie schon erwähnt, Amely war ein sehr familiärer, folgsamer und freundlicher Hund, aber wenn es darum ging eigene Interessen durchzusetzen war sie sehr clever.

 

1. Ich will mitreisen - Urlaub geht vor Kinder aufziehen !

Es war mal wieder kurz vor Ostern als mein "Rudelchef" das Auto für die Fahrt an den Atlantik packte. Dabei war ich, wie Herrle sagte in höchstem Grade "scheinträchtig" und mit der Pflege meiner "Kinder" beschäftigt. Da scheint mir etwas aus dem Ruder zu laufen. Also betrat ich die Szene vor dem Haus und siehe da - ich hab's ja schon geahnt - weder Futtersack noch Kamm und Bürste, noch Futter- und Wasserschüsseln vorbereitet. Will der Kerl doch tatsächlich ohne mich fahren.

Ein barsches NEIN fuhr mir da entgegen auf meinen fragenden Blick. Na warte, dich kriege ich schon weich gekocht und setze meinen treuesten Neufi-Blick auf. Doch der Kerl will einfach nicht. Im Gegensatz zu ihm habe ich ja genügend Zeit. Er ist es ja der packt, und es ist sein Problem meine Sachen auch noch unterzubringen.

- - - - Eine Stunde später - - - -

Er hat es immer noch nicht kapiert, ich will doch mit. Jetzt helfen nur noch grausame und demonstrative Mittel. Rein in die Wohnung, die "Kinder" ( zwei Puppen ) geholt, unter die Edeltanne gebracht, ein Riesenloch gegraben, die "Kinder" rein und zugescharrt. Damit er es gleich kapiert nix wie rein auf den Rücksitz und da bekommt er mich nicht mehr raus. Habe ich es nicht gleich gewußt :

"Ich fuhr mit !"

2. Aufstehn !

Es war Sonntagmorgen, im Laufe der Zeit habe ich seinen Rhythmus intus. Da steht er normalerweise auch etwas später auf. Noch ist es Zeit genug meine Freundin Bella und ihren Alphawolf, ich habe ihn Frolicmann getauft, zu treffen. Aber er dreht sich doch tatsächlich noch einmal um. Unser Meeting ist in Gefahr !!

Normalerweise hilft ein kurzes "WUFF !" Was ist los, er reagiert ja nicht. Noch einmal aber etwas lauter "WUFF , WUFF!" Vielleicht hilft jetzt doch ein kurzer Stupfer mit der Schnauze, wieder Fehlanzeige. Dann eben die Pfote, solange bis er aufsteht. Nanu, auch das soll nicht helfen ? Na warte, mein Repertoire ist noch nicht erschöpft ! Da gibt es doch eine Decke unter der er sich beim Schlafen verkriecht. Die werden wir mal ganz einfach wegziehen. Am Fußende beisse ich rein und marschiere rückwärts, dann wollen wir mal sehen. Es hat geklappt ! So einfach, das muss ich mir merken.

Fazit : meine Frolic habe ich an diesem Morgen, wie immer bekommen.

Anmerkung vom Rudelchef : Das sind zunächst mal die beiden Cleversten, bei Gelegenheit ergänze ich diese Seite mit weiteren Erlebnissen.

 

               
 
 

( C ) Peter Rieger , Ausgabe : C - 01.02.09.

 
 
 

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